Worms/Neustadt, 19./20.11.16 Mit Musik zur stillen Zeit erinnerte der "KammerChor Rheinpfalz” in nachdenklich stimmenden Kompositionen aus fünf Jahrhunderten an die Vergänglichkeit des Menschen und seine Hinwendung zu Gott – ein Gedanke, der im November jeden Jahres zum festen Bestandteil kirchlicher Musik gehört. Der Totensonntag hat in der christlichen Welt eine lange Tradition, und so erklangen am letzten Wochenende zwei Konzerte in den Neuapostolischen Kirchen Worms und Neustadt.
Die vorgetragenen Chorsätze führten die zahlreichen Konzertbesucher in diese nachdenkliche, zurückgenommene Stimmung ein. Dabei spannten die Kompositionen einen Bogen von frühbarocken Motetten eines Heinrich Schütz bis in modernere Vertonungen unserer Zeit. (siehe Programm)
Daneben erklangen zwei Orgelwerke von Arvo Pärt und Joseph Gabriel Rheinberger und ließen die Zuhörer zwischen den emotionalen Chorwerken innere Einkehr halten.
Im Vorausschauen auf das Adventsgeschehen endete das Konzert versöhnlich und in Erwartung auf die Geburt des Heilandes Jesus Christus. Im großen Magnificat von Sir Charles Villiers Stanford (1852-1924) erklang gemeinsam mit der Orgel zum Abschluss in romantisierenden Klangfarben ein strahlender Gesang der etwa 35 Sänger:
"Glory be to the father and to the Son and to the Holy Ghost, as it was in the beginning, is now, and ever shall be, world without end. Amen, Amen!”
Die Gesamtleitung hatten Dieter Hauß und Jochen Edinger.
Die Chorbegleitung an Klavier und Orgel wurde von Klaus Dieter Weller aus Völklingen übernommen.