Mutterstadt, 17. Mai 2015 - Manfred Siebalds Lied "Gut, dass wir einander haben" (Chorbuch 357) zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst, den Apostel Clément Haeck zur Vorbereitung auf den Pfingstgottesdienst feierte. Nach Mutterstadt eingeladen waren die Geschwister aus dem Nordbezirk sowie einige Gemeinden des Südbezirks.
Zu Beginn seiner Predigt skizzierte der Apostel das Geschehen zwischen Palmsonntag und Pfingsten und ging dabei immer wieder auf die im Chorlied besungene Gemeinschaft ein. "In der Gemeinschaft wird die Herrlichkeit Gottes offenbar. Wir müssen aber in dieser Gemeinschaft bleiben und auf die Stimme hören. Dann hören wir auch einmal zwischen den Zeilen, hören das leise Mahnen und merken, wie Gott sich um uns bemüht", so der Apostel. Und wenn das einmal nicht so funktioniert, wir uns in der Kummerhöhle verstecken oder gar auf falschen Wegen sind? "Ein Tunnel hat immer einen Ausgang", gab Apostel Haeck als Trost mit auf den Weg und stellte auch die Bedeutung der Gnade heraus. "Jeder genießt die gleiche Gnade, die gleiche Hostie - egal wie groß die Sünde ist". Im weiteren Verlauf des Gottesdienste empfingen Stefanie und Stefan Weng den Segen zur Silbernen Hochzeit. Stefan Weng ist seit kurzer Zeit der neue Bezirksevangelist im Bezirk Rheinpfalz und lebt mit seiner Familie in Frankenthal. Für ihn und alle, die sich in dem Lied wiederfinden hier der Wortlaut:
Gut, dass wir einander haben, gut, dass wir einander sehn.
Sorgen, Freude, Kräfte teilen und auf einem Wege gehn. Gut, dass wir nicht uns nur haben, dass
der Kreis sich niemals schließt und dass Gott, von dem wir reden, hier in unsrer Mitte ist.
1. Keiner, der nur immer redet; keiner, der nur immer hört. Jedes Schweigen, jedes Hören, jedes Wort hat seinen Wert. Keiner widerspricht nur immer; keiner passt sich immer an. Und wir lernen, wie man streiten und sich dennoch lieben kann.
2. Keiner, der nur immer jubelt; Keiner, der nur immer weint. Oft schon hat uns Gott in unsrer Freude, unsrem Schmerz vereint. Keiner trägt nur immer andre; keiner ist nur immer Last. Jedem wurde schon geholfen; Jeder hat schon angefasst.
3. Keiner ist nur immer schwach, und keiner hat für alles Kraft. Jeder kann mit Gottes Gaben das tun, was kein andrer schafft. Keiner, der noch alles braucht, und keiner, der schon alles hat. Jeder lebt von allen andern; Jeder macht die andern satt.