In einem Festgottesdienst zum 90- jährigen Gemeindejubiläum am 21. September 2014, diente Bezirksevangelist Adolf Keller in der Gemeinde Haßloch, welchem er das Wort aus Psalm 54,8 zugrunde legte:"Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, dass ich singe und lobe."In diesem Gottesdienst begrüßte der Dienstleiter die Pfarrerin Frau Christine Schöps der protestantischen Kirche Haßloch sowie den Beigeordneten der politischen Gemeinde Haßloch, Herrn Ralf Trösch.Weitere 10 Gäste nahmen an diesem Gottesdienst teil.
Bezirksevangelist Adolf Keller übermittelte der Festgemeinde zunächst die Glück- und Segenswünsche von ApostelClément Haeck.
In seinem Dienen führte er u. a. aus, dass man bei einer Einladung zu einer Geburtstagsfeier erst einmal dankbar ist. Man beschäftigt sich mit dem Geburtstagskind, bringt ein passendes Geschenk mit und wünscht ihm alles Gute. Im Zurückschauen darf die Gemeinde dankbar sein für das, was der ewige und große Gott getan hat. Das Ausmaß der Dankbarkeit kann unterschiedlich sein. Der eine zeigt es mehr, der andere weniger oder gar nicht. Darum muss das Herz dazu bereit sein. Die Welt würde anders aussehen, wenn jeder dankbar wäre, anstatt zu schimpfen und sich zu ärgern...Der Bezirksevangelist wies auf Gottesmänner alter Zeit und auf Jesus Christus hin:
Noah: -hätte sich ärgern können, wie er die Welt nach der Flut vorfand!
Aber er baute als erstes einen Altar und dankte seinem Gott für die Hilfe und Errettung (1. Mose 8, Vers 20). Dankbarkeit stand für Noah und die Seinen an erster Stelle, auch wenn es Wichtigeres zu tun gab. Heute wollen wir uns Zeit reservieren für Dankbarkeit unserem Gott gegenüber.
Daniel: -obwohl ein Gebot des Königs vorlag, betete und dankte er dreimal täglich seinem Gott.
Er ließ sich nicht irritieren. Bei manchen Widerständen, Problemen, kritischen Situationen in unserem täglichen Leben, wo wir nicht weiter wissen, ist es gut, Gott unsere Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, ohne sich von Dingen ablenken zu lassen.
Jesus:-er heilte 10 Aussätzige. Nur einer kam dankend zurück. Er wollte zuerst einmal wahre Dankbarkeit zeigen. Aus der Dankbarkeit heraus wollen wir heute zuerst dem Herrn dienen: Im Gebet, mit einem freudigen Wort, mit unserer Hilfsbereitschaft, im Verkündigen des Evangeliums. Stammapostel Leber sagte einmal: "Dienen heißt sich dem Herrn zur Verfügung zu stellen. Wer ist heute noch bereit dies zu tun?"
Als Geschenk geben wir unser ganzes Herz dem Herrn hin. Schenken bedeutet geben, dienen. Solch ein Herz ist bereit, -wie Israel, auszuziehen -sie waren Hinwegeilende. So wie Israel ins gelobte Land eilte, so eilen wir auf die nahe Wiederkunft Jesu Christi zu, gemäß seinen Worten: " ...Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin (loh. 14,3)."
Wir wünschen uns, dass wir beim Herrn bleiben und mit Christus vollenden. Er lebt in uns, in der Gemeinde, im Herzen. Wir lieben ihn als unseren Freund und sind dankbar, dass wir ihn kennen. Das ist unsere Freude: sie zeigt sich in einer ungetrübten Stimmung im Kreis der Amtsträger, in der Gemeinde und in der Opferfreudigkeit.
Der Gemeindevorsteher, Priester Heinrich Praß, unterstrich in seinem Mitdienen, dass Dankbarkeit nur aus einem ehrlichen Herzen zum Lobe Gottes erbracht werden kann.
Nach dem Gottesdienst übermittelte der Beigeordnete Ralf Trösch und Pfarrerin Christine Schöps noch ihre Glückwünsche an die Festgemeinde.
Anschließend hatten alle die Möglichkeit, bei einem Sektempfang und kleinen Imbiss sich über die Neuapostolische Kirche allgemein sowie über die Entwicklung der Kirchengemeinde Haßloch im Laufe der 90 Jahre zu informieren.
Priester Artur Burg, Vorsteher der Gemeinde Rockenhausen, war mit einem Infostand des Sozialen Bildungswerkes SBW (www.nak-sbw.de) vor Ort und stand Interessierten persönlich für Fragen zur Verfügung.
Um 16:00 Uhr fand ein festliches Singen und Musizieren statt. Chor- und Orchester setzten sich aus Sängern und Spielern der Gemeinden Haßloch und Neustadt zusammen.
Die verschiedenen Chor- und Musikdarbietungen wurden durch kurze Wortbeiträge des Vorstehers bereichert. Zum Schluss stimmten alle begleitet von Orgel und Orchester in das gemeinsame Lied "Lobe den Herrn..." mit ein.
Heinrich Praß /Adi Keller