Am Sonntag, 24. August 2014 war es soweit; es kam zum ersten Treffen der Gemeinden Bad Liebenzell und Neustadt an der Weinstraße. Das Projekt " Meine Gemeinde im Schuhkarton" war der Auslöser dazu gewesen. Neustadt hatte im Rahmen des Internationalen Kirchentags in München einen von Geschwistern aus der Gemeinde gestalteten und gefüllten Schuhkarton abgegeben und dafür den Karton der Gemeinde Bad Liebenzell (Bezirk Calw, Gebietskirche Süddeutschland) mitgenommen.
Kurz darauf waren die Botschafter der beiden Gemeinden in Kontakt getreten und auch die Vorsteher hatten miteinander telefoniert. So hatte man sich bald darauf verständigt, dass zum ersten Kennenlernen eine Delegation aus Bad Liebenzell an einem Sonntag zum Gottesdienst und anschließenden "Kaffeetreff" in das knapp 100 km entfernte Neustadt an der Weinstraße reisen würde.
Die Neustadter staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass sich als Liebenzeller "Delegation" mehr als 40 Glaubensgeschwister angemeldet hatten. Kurzerhand wurden die ursprünglichen Planungen angepasst und der sonst übliche Kaffeetreff in einen "Kaffeetreff XXL" umdeklariert. Die Vorfreude in der Gemeinde war deutlich spürbar und wurde immer größer, je näher der Besuchstermin rückte. Am Sonntagmorgen kam der Bus aus dem Schwarzwald schon frühzeitig in Neustadt an und als sich die Geschwister beider Gemeinden begrüßten, war das sogleich ein herzliches inniges Miteinander. Kein Außenstehender hätte geglaubt, dass diese Menschen sich zum ersten Mal begegneten.
So unternahm denn auch eine große Geschwisterschar am Nachmittag einen gemütlichen Spaziergang durch die nahe gelegene Innenstadt Neustadts. Auch hierbei wurden manche Gedanken ausgetauscht und es entwickelten sich viele nette Gespräche. Gemeinsam bestaunte man die hübschen Altstadtgassen mit ihren adretten Fachwerkhäusern und die zahlreichen kunstvoll gestalteten Brunnen. Nachdem die Gruppe zur Kirche zurückgekehrt war, wurde es leider allmählich schon Zeit, wieder Abschied zu nehmen. Das fiel beiden Seiten nicht ganz leicht, gerne wäre man noch länger beieinander gewesen, aber letztlich blieb die Erinnerung an einen himmlisch schönen Tag der Begegnung und begeisterte Vorfreude auf ein baldiges Wiedersehen.
Frank Joder